Weniger ist oft mehr

Form follows Function, das Design soll den Inhalt unterstützen und ihn nicht ersetzen oder überdecken. Techniken wie JavaScript oder Flash können sinnvolle Funktionen bieten und einen Inhalt unterstützen, macht man sich jedoch von diesen Techniken abhängig, so verschließt man sein Angebot einer wachsenden Zahl an Nutzern, die in Zeiten alltäglicher Meldungen über Sicherheitslücken vermehrt auf diese Funktionen verzichten.

Auch Suchmaschinen würdigen den Inhalt, nicht die Gestaltung. Man kann sich viele aufwündige Optimierungen hinsichtlich Suchmaschinen ersparen, wenn man HTML so nutzt wie es gedacht war um die Semantik des Inhaltes zu unterstützen. Dabei muss nicht auf ein ansprechendes Design verzichtet werden, dadurch erhöht man gleichzeitig die Barrierefreiheit eines Angebotes.

Standards dienen keinem Selbstzweck

Die Einhaltung von Standards im Internet dient nicht einem Selbstzweck, sie vereinfacht die Interoperabilität zwischen Plattformen und Anwendungen und garantiert auch eine zukünftige Kompatibilität mit kommenden Technologien. Sie erspart meist zusätzlichen Aufwand für Anpassungen an neue Gestaltungen oder erleichtert diese zumindest.

Standardkonformität schließt auch ein ansprechendes Design keineswegs aus. Im Gegenteil, durch die bestimmungsgemäße Nutzung von HTML zur Auszeichnung der Inhalte und der gesonderten Gestaltung erreicht man eine sinnvolle und unkomplizierte Trennung von Inhalten und Präsentation. Hierdurch werden Anpassungen an neue Gegebenheiten einfacher und kostengünstiger möglich.

Auch wenn es Ihnen als Kunde primär nicht wichtig erscheinen mag, so sollten Sie bedenken, dass Ihnen dies zukünftige Kosten und Ärger ersparen und einen direkten Mehrwert bieten kann.

Techniken sinnvoll einsetzen

Erweiterte Webtechniken mittels JavaScript, Flash oder AJAX bieten hervorragende Möglichkeiten für interaktive und schnelle Inhalte, wie bei so vielen Techniken verleiten sie jedoch auch dazu, diese einzusetzen wenn dies gar nicht nötig oder gar unangebracht ist. Nicht selten sieht man professionelle Seiten die nur zur Darstellung eines animierten Banners Flash einsetzen. Dies ist noch ein harmloser Fall von Resourcen­verschwenung, schlimmer kommt es, wenn die komplette Navigation einer Seite von dem Vorhandensein eines Flash–Plugins beim Nutzer abhängt. Hiermit versperrt man nicht nur einer immer mehr wachsenden Zahl an Nutzern den Zugang zur Seite, sondern macht es auch Suchmaschinen unnötig schwer die Inhalte des Angebotes angemessen zu erfassen.

Dynamische und serverseitige Programmierung ist heute fast unerlässlich auf grö%szlig;eren Internetseiten um der wachsenden Menge an Inhalten Herr zu werden. Aber auch diese Techniken lassen sich überstrapazieren was schnell zu einer trägen Seite führt und Besucher abschreckt. Schlimmstenfalls baut man dadurch Sicherheitslücken in ein Angebot, wo eine schlichte statische Internetseite den gleichen Zweck besser erfüllt hätte.

Man sollte nie das Ziel aus den Augen verlieren und dabei nach dem Prinzip handeln: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Dies ist in mehrfacher Hinsicht auch im Sinne des Kunden, denn in jedem Fall ist die einfachere Lösung auch die kostengünstigere.

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